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Wie bin ich zur Fotografie gekommen?

27. September 2018
Portraitfotograf

Wann hast du angefangen zu fotografieren?

Vorweg. Die Fotografie hat mich gefunden und nicht umgekehrt. Denn sie war schon immer da, nur viel zu spät potenziell genutzt. Als Jugendliche stöberte ich schon immer gerne im Keller meiner Großeltern. Nur war der voller Kameras und Filmprojektoren. Mein Opa war damals beim Fernsehen tätig und hatte in Frankfurt (Oder) sein eigenes Ton- und Fernsehstudio. Es nannte sich „Haus am Berg“. Es war direkt am Bahnhof. Als ganz kleines Mädchen von ca. vier fünf Jahren, hatte er mich hin und wieder mitgenommen. Ich weiß noch wie damals, wie ich im Auto hinter ihm saß – in seinem beigefarbenen Wartburg. Fotokameras waren schon immer in meinem Besitz. So mit zwölf dreizehn hatte ich eine, die war quietsch grün und habe damit die Klassenfahrten und mein Zimmer fotografiert. Später kam dann eine mit Zoom hinzu, man war ich stolz drauf. Mit einer Freundin fotografierte ich dann im Kornfeld. Wir holten uns extra Schwarzweiß Filme. Die Bilder hängen übrigens heute noch bei mir an der Wand. Mein damalige Freund kaufte sich eine digitale Kamera mit der ich auch immer wieder Fotos machte und zur Geburt meiner Tochter, schenkte mir mein Papa meine erste digitale Kamera. Die im übrigen immer noch voll funktionsfähig ist und wir immer noch ein paar Videos damit aufnehmen.

Mein erstes Profilbild als Jennifer Thomas Fotografie

Wie bist du darauf gekommen Menschen zu fotografieren?

Durch einen Arbeitskollegen aus der Fotoabteilung (ich habe fast 10 Jahre bei Media Markt gearbeitet), kam ich zu einer digitalen Spiegelreflexkamera. Den genaueren Zusammenhang weiß ich nicht mehr, aber es war 2010 und Canon brachte gerade die ersten erschwinglichen Kameras raus. Es war die 1100D. Sie hat nicht viel gekosten, aber für mein Alleinerziehendenbudget war sie damals ziemlich teuer. Zuerst probierte ich mich in Landschaften und Makrofotografie. Ich nahm sie ständig überall mit hin. Auf Familienfesten und Ausflügen. Was mich dann sehr schnell langweilte. Damals wohnten wir noch in einem Reihenhaus mit drei Etagen. Ganz oben, in der dritten Etage, quasi unterm Dach, baute ich mir ein kleines Studio. Ich sah mir ganz viele Videos auf YouTube an, vor allem die amerikanischen Fotografen. Ich war im totalen Do it yourself Modus. Meine Tochter, damals 4 Jahre alt, war mein erstes Model, dann meine Cousine, Freunde und dann Arbeitskolleginnen und deren Kindern. Mich faszinierte es immer mehr, Menschen zu fotografieren. Lebendigkeit und Gefühle zu fotografieren. Menschen damit ein Geschenk zu machen.

Bilder von 2011-2015

Ab wann hast du dafür Geld genommen?

Als ich merkte, dass immer mehr Leute daran Interesse haben. Wie Arbeitskolleginnen und Kollegen, die heiraten wollten und mich gefragt haben ob ich deren Hochzeit fotografieren könnte. Für meine erste Hochzeit (2015) habe ich 150 EUR bekommen für 12 Stunden. Für Shootings übrigens 30-50 EUR und ganz viele Shooting für null Euro um Portfolio aufzubauen und Reichweite. (Was ich heute immer noch mache) 2016 wurde es immer mehr Anfragen und ich meldete mein Nebengewerbe an, um das ordentlich registrieren zu lassen.

Seit 1.6.2018 bin ich nun Selbstständig und verdiene damit mein Lebensunterhalt.

Fotos von 2015-1018