Schön, dass du da bist

Als Kind bin ich in der DDR, in einem großen Generationshaus aufgewachsen. Meine Großeltern hatten eine gut gehende Speditionsfirma die mein Vater später übernommen hatte. Es war eigentlich alles perfekt. Bis ich ca. 4 Jahre alt war. Ab da an übernahm meine Oma die Mutterrolle, ganz selbstverständlich und ohne Bedingung zog sie mich groß. Durch sie habe ich mich nie verlassen gefühlt. Wo sie war, war auch ich. Ich lernte von ihr die Selbstständigkeit und die Tapferkeit. Das wird mir besonders Bewusst im Vergleich zu meiner Tochter heute, wie weit ich in vielen Dingen war, weil ich es sein musste. Das was aus mir geworden ist, habe ich ihr zu verdanken.

 

Mit 16 wollte ich den Beruf Fotografin erlernen, schließlich lag dieser Beruf in unserer Familie (mein Opa war Fotograf und Kameramann beim Fernsehen, neben der Spedition). Doch leider wurde es daraus nichts. Für diese Ausbildung war damals ein Abitur nötig, was ich nicht hatte. Also kam nur die alternativ Ausbildung Kauffrau im Einzelhandel in Frage. Ich schlug mich die Jahre durch und fand nur durch die Arbeitskollegen einen Sinn in dieser Arbeit. Mein Gefühl war immer, dass es nicht das Richtige ist, was ich da mache. Durch den Verlust meiner Mutter und einem Vater für dem die Firma immer an erster Stelle stand, war ich ziemlich oft alleine und auf mich selbst gestellt gewesen. Das betraf die Schule und auch die Ausbildung. Heute sehe ich das als Gabe. Viele Dinge sind mir passiert und ich habe es immer wieder geschafft da durchzukommen.

 

Ich denke der Weg in die Selbstständigkeit war vorherbestimmt gewesen. Mir wurde dieses Leben einfach vorgelebt.

 

2010 hatte ich mir meine erste digitale Spiegelreflexkamera gekauft, dadurch kam das Verlangen immer mehr über die Fotografie zu wissen. Wie das Spiel mit der ISO, Blende, Belichtungszeit funktionierte wusste ich bereits durch die analoge Fotografie. Was mich aber interessierte war die digitale Fotografie. Welche Kameraeinstellungen gibt es noch und welche Objektive geben mir mehr Möglichkeiten. All das und noch vieles mehr machte mir Mut auch andere Dinge auszuprobieren. So kam es, das ich nicht nur Familie und Freunde fotografierte, sondern anfing Arbeitskollegen und fremde Menschen zu fotografieren. Als immer mehr Anfragen reinkam, meldete ich ein Nebengewerbe an. Sicher ist sicher.

 

Als ich letztes Jahr alleine eine Woche im Urlaub war, hatte ich viel Zeit zum Nachdenken. Ich beschloss ganz mutig den Weg in Vollzeit-Selbstständigkeit zu starten. Und da bin jetzt!

 

Eure Jennifer

 

 

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